Sonntag, 14. Oktober 2012

Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft

In der heutigen Zeit sind Produkte nicht mehr auf Langlebigkeit ausgelegt. Die moderne Konsumgesellschaft verlangt nach immer neueren (besseren) Dingen und so stört es auch niemanden, dass die alten nicht mehr ganz so lange halten. Beispielsweise funktioniert das mechanische Kassettendeck auf meinem 35 Jahre alten Plattenspieler noch heute, der letzte hochtechnologisierte Walkman, den ich mir gekauft habe, war nach 3 Jahren reif für die Elektroaltgerätesammlung. Handys müssen auch nicht mehr länger als 2 Jahre halten, denn dann endet die Mindestvertragsdauer und wir freuen uns schon auf das Smartphone der nächsten Evolutionsstufe.
Mir persönlich tut es aber weh, alte Dinge wegzuschmeißen, sofern sie noch funktionieren und mein persönlicher Innovationsbedarf ist bei vielen (elektronischen) Dingen wohl eher unterdurchschnittlich ausgeprägt. Vor einem Monat hat mir ein naher Verwandter seinen 4 Jahre „alten“ Plasmafernseher vermacht, weil er unbedingt das neueste Modell mit vierfach HDMI, Digitaltunerreceiver und 20cm größerer Bilddiagonale „brauchte“.
Wohin also mit meinem 12 Jahre alten Röhrengerät (den ich nebenbei bemerkt erst vor 4 Jahren von besagtem Verwandten geerbt hatte). Für die Müllhalder erschien mir das absolut funktionstüchtige Ding viel zu schade also hab ich als sozial denkender Mensch bei diversen caritativen Stellen gefragt. Die örtliche Caritas der katholischen Pfarre hat ebenso dankend abgelehnt wie viele andere gemeinnützige und –tätige Vereine, denen ich das gute Ding für irgendwelche bedürftigen Mitglieder/Bürger angetragen hatte. Sogar die freundlichen Nachbarn aus dem Osten, die beim örtlichen Altstoffsammelzentrum immer so hilfsbereit mein Auto ausladen, haben den Röhrenfernseher mit dem Ausdruck vorzüglichster Hochachtung (also einem müden mitleidsvollen Lächeln abgelehnt).
Ich selbst war als Student in meiner ersten Wohnung unendlich dankbar, als mir mein Onkel damals einen uralt Fernseher aus den späten70er Jahren schenkte (den hab ich vor einigen Jahren bedingt durch eine Wohnungszusammenlegung nur schweren Herzens losgelassen). Anscheinend haben es aber die Studenten von heute auch nicht mehr nötig solche Geschenke anzunehmen. Auch die soziale Not im Lande dürfte mitunter nicht so groß sein, wie oftmals propagiert, denn in meiner Gedankenwelt sollte sich eine kurzfristig unverschuldet in Not geratene Person doch über so etwas freuen?
Also wird mein Fernseher doch wieder bei der Elektroaltgerätesammlung lande? Nein! Ein letzter verzweifelter Aufruf auf „willhaben“ scheint nun von Erfolg geprägt zu sein, da sich auf das Inserat tatsächlich jemand gemeldet hat – glauben tu ich’s aber erst, wenn das Ding wirklich bei der Wohnungstür draußen ist.

Samstag, 13. Oktober 2012

EINRÜCKUNSTAG - der erste Kontakt mit der Hölle auf Erden.

Tja meine tapferen Kameraden, ihr seid also so ungeschickt gewesen, die Meldefrist für den Zivildienst verstreichen zu lassen und seht euch nun mit eurem Einberufungsbefehl konfrontiert - jetzt gibt es kein Entrinnen - ihr seid entmündigt und der legalen Folter zugeführt.

Die Ehe und der Wehrdienst sind die zwei einzigen staatlich sanktionierten Formen von Freiheitsentzug ohne Gerichtsurteil (und für beides hat man(n) sich mehr oder weniger freiwillig selbst entschieden).

Vor der kritischen Auseinandersetzung mit der ersten Zeit beim Heer, möchte ich euch noch ein paar Tips für das Einrücken mit auf den Weg in die Kaserne geben.

1. grundsätzlich würde ich euch raten, nicht zu spät zu kommen: besser eine Stunde früher, als überpünktlich; das erspart eine Menge Stress und in den ersten Stunden ist kaum noch einer unangenehm (da verstellen sich alle).
2. nehmt euch nicht zu viel mit (ihr müsst die ganzen Sachen auch im Spind unterbringen).
Empfehlenswert sind:
- etwas zu trinken (ihr werdet in der 1. Woche nicht die Gelegenheit haben, euch etwas zu kaufen - an das Soldheim braucht ihr gar nicht erst zu denken.
- privates Wasch und Rasierzeug
- evtl. private Schuhputzausrüstung (“1-2-3 Glanz“ werdet ihr schätzen und lieben lernen - spätestens, wenn ihr wegen einem schlechten Schuhputz das erste mal am Abend länger nachdienen musstet)
- Zulassungsschein für die Einstellgenehmigung für das Privat - Kfz. (diese bitte immer deutlich an der Windschutzscheibe anbringen, da das Gefährt sonst ebenfalls irrtümlich mit Tarnfarbe angestrichen wird).


Jetzt komme ich aber dazu, was euch am ersten Tag so erwartet:

Zunächst einmal werdet ihr am Eingang liebevoll mit den Worten „AUFSITZEN“ (natürlich streng militärisch ausgesprochen) empfangen. Gemeint ist das Aufsteigen auf den MTW (= ziemlich unkomfortables, zugiges (aber bei weitem nicht zügiges) lautes Gefährt). Dieses bringt euch dann zu den Unterkünften, wo ihr zuerst einmal in die Zimmer eingewiesen werdet. Anschließend beginnt das große Ausfasssen (müsste bereits von der ersten Folge bekannt sein). zuerst die Bettwäsche: Hierbei fällt eines sofort auf (und versetzt einem gleichzeitig einen gefühlsmäßigen Dämpfer) - die Decke ist beschriftet: dort wo die Füße hinkommen mit „FUSSENDE“, und dort, wo der Kopf zu liegen kommt, mit „HEERESEIGENTUM“.
Anschließend folgt das Gerät (= Ausrüstung - wird in der nächsten Folge vorgestellt) und schließlich auch das Gewand - dann könnt ihr natürlich endlich das lästige Privatgewand ablegen und die wohlige Uniform überstreifen.
In diesem Zusammenhang werdet ihr eine Phrase sehr oft zu Hören bekommen: „Gewöhnen ans Gerät“. Und es stimmt, selbst die größten Jeans-Freaks schlafen schon nach wenigen Tagen freiwillig in der Uniform (weil sie nach dem Besuch im Soldheim im Vollrausch nicht mehr in der Lage sind, sich umzuziehen). Für den normalen Erdenbürger wird dies zu einer der größten Schwierigkeiten in der ersten Zeit: die totale Uniformität -> alles in dieser dunkelspeibgrünen Farbe.
In der ersten Woche kommt man im Normalfall nicht aus der Kaserne hinaus, geschweige denn vor 24:00 ins Bett (somit besteht auch kaum Zeit zum Telefonieren, da dies unter Tags verboten ist). Es gibt zwar viele Pausen, doch weiß man nie wie lange diese dauern (so kann es manchmal zum Problem werden, Zeit für eine „kleine Sitzung“ zu finden), dafür kommt es auch immer wieder vor, dass man sich innerhalb ¼ Stunde 3 mal umziehen muss.
Befehle müssen zwar immer so erteilt werden, dass der Sinn erkenntlich ist, doch in diesem Fall dienen solche „Kasperltheaterspielchen“ nicht dem Training vom schnellen Umkleiden, sondern lediglich dem bedingungslosen Schikanieren und dem endgültigen „gefügig machen“.

Dabei kommt es zu einer enormen Belastung für die Psyche, durch das Bewusstwerden des Entzugs jeglicher Freiheiten und Rechte. Die Kaserne ist im Prinzip wie ein Gefängnis, welches man nie ohne Erlaubnis verlassen darf. In der Schule war es wenigstens noch möglich „blau“ zu machen und eine Bestätigung von irgendeinem (befreundeten) Arzt zu bringen, aber beim Heer sind nur deren Doktoren zulässig.

All diese neuen und ungewohnten Umstände, die einem selbständig denkenden Menschen (zählt übrigens nicht zu den „besonderen Fähigkeiten“, die bei diversen Fragebogen verlangt werden) äußerst zuwider sind, führen dazu, dass man in der(n) ersten Woche(n) um Monate/Jahre reift/altert, denn es ist gar nicht so einfach alles zu akzeptieren und es hört sich nur leicht an, niemals das System zu hinterfragen. In dieser Phase des Präsenzdienstes/Lebens helfen entweder Familie/Freunde/Freundin oder viel viel Alkohol, um wenigstens körperlich am Leben zu bleiben, denn geistig hat man sich bereits lange aufgegeben.


Als kleine Hausaufgabe könnt ihr noch ein paar Abkürzungen lernen.
(Daraus besteht der gesamte Heeresapparat - angeblich erleichtern sie den Dienstbetrieb, aber in Wahrheit können sich die Herren Ausbildner keine längeren Formen merken).

ABA: Allgemeine Basisausbildung
ET: Einrückungstermin
MTW: Mannschaftstransportwagen

Auf das Treffen in der Kaserne freut sich
Euer General SINNLOS

Freitag, 5. Oktober 2012

Als der Postmann 2x klingelte, oder die Übermittlung der Aufforderung zur Stellung!

Man(n) rechnete zwar schon lange damit, doch trifft einen dieser Brief doch recht unvorbereitet. Schnell holt man diverse Tipps von Freunden und Bekannten ein und bearbeitet mit Mamis Hilfe das medizinische Frageheft, um nicht bereits im Vorfeld an diversen Fragen, wie jener über die Sinnhaftigkeit des Lebens, zu scheitern.

Schließlich kommt dann der schicksalsträchtige Tag an dem man zur Musterung in die Kaserne einrückt und dort sogleich mit der ersten Uniformität und geistigen Armut des Heeres in Kontakt zu kommen: Das Ausfassen (militärischer Fachausdruck) der weißen bzw. grünen Höschen (jegliches beißen und zwicken ist vollkommen beabsichtigt) und Badeschlapfen – Vorsicht nicht auf die Größe achten! Zitat des verantwortlichen Rekruten bei der Ausgabestelle:“Was du schauen? Nehmen Schlapfen und gehen!“
Jetzt gilt es die Zeit totzuschlagen und vor allem die Weichen für die Zukunft zu stellen, denn je mehr Leiden bei der Stellung diagnostiziert werden, desto mehr „Befreiungen“ (=Erleichterungen für den Dienstbetrieb) bekommt man für die ABA (darauf komme ich aber erst in einer der nächsten Folge zu sprechen). Es folgen diverse Untersuchungen, bei denen teilweise alle Leute die gleichen Werte aufweisen (z.B. Hören).

Die schwierigste „Prüfung“ bei der Musterung ist der Psychologische Test – ACHTUNG – extreme Einschlafgefahr durch überwältigend schnelle Erklärungen der Psychologin (nichtsdestotrotz für manche noch immer nicht langsam genug). Aufpassen muss man übrigens bei einem einzelnen Zettel, bei dem alle „NEIN“ richtig sind (z.B. fühlen sie sich grundlos traurig, haben sie häufig Aggressionen, ..) Weiters ist es nicht ratsam, zu versuchen, Untauglichkeit durch Schwachsinnigkeit vorzutäuschen – die merken das – denn die Auswirkungen aufs Zivilleben sind nicht so angenehm (z.B. Führerscheinverbot, verpflichtende Psychiaterbesuche etc.). Besseren Anklang finden hierfür Kreuzschmerzen, Bluthochdruck (Tip: Cola trinken kurz vor der Blutabnahme), viele Allergien, Atembeschwerden (leichtes Asthma), extreme Sehschwäche (ist auch nicht einfach vorzutäuschen). Absolut abzuraten ist von kurzfristigen Beeinträchtigungen, da diese nur eine vorübergehende Untauglichkeit (neuerliche Stellung etwa ein Jahr später) bedeuten und man dadurch evtl. ein weiteres Jahr für diesen Verein verliert.

Damit sind wir auch schon bei den Beurteilungen der Stellungskommision angelangt. Tauglichkeitsstufen gibt es keine mehr, lediglich Einschränkungen für die weitere Verwendung, bzw. den Zusatz „fliegertauglich“.
Auffällig ist auch der Druckfehler bei den Zeugnissen, da der Smiley bei „Untauglich“ und die Tränen bei „Tauglich“ stehen müssten, doch aus bis dato unerklärlichen Gründen wurde dieser noch nicht behoben.

Habt Acht
Euer General SINNLOS

Intro Wehrpflicht-Debatte

Die Debatte um die Wehrpflicht und die damit verbundene Volksbefragung ist seit Wochen in aller Munde und Medien.
Neben sachlichen Pro und Contra Argumenten und diversen (manipulierten oder zumindet missinterpretierten) Statistiken gibt es auch immer wieder geschlechterdiskriminierende Äußerungen.

Für mich ist dies Grund genug, mich auch mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.
Zunächst habe ich mir ein Beispiel an einer der letzten "Profil" Ausgaben genommen und möchte mit einer ganz persönlichen Aufarbeitung meiner Erlebnisse oder subjektiver Impressionen beginnen.
Zwischendurch wird's wohl auch ein paar Kommentare zu tagesaktuellen Räusperungen geben...

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Materialsicherheit beim Sicherungsmaterial

Als Kletterer lesen sich aktuelle Unfallberichte und Rückholaktionen für mich oft wie die Hall of Nightmare eines Alpinisten. Von gebrochenen Karabinern, gerissenen Seilen, unsicheren Sicherungsgeräten und sonstigen Abscheulichkeiten war mitunter in der letzten Zeit zu hören. Zumeist steckt hinter den damit zusammenhängenden Unfällen (mitverantwortlich) ein Bedienungsfehler oder zumindest eine Verkettung von besonders unglücklichen Umständen (man könnte es auch Pech nennen). Im Grunde aber Dinge, die einen nicht besonders erschüttern müssen, da man selbst ja idealerweise zum einen gut ausgebildet und vor allem vorsichtig ist. Im Grunde aber kein Grund zur Panik, da trotz eines verbleibenden Restrisikos bei manchen unserer Sportarten, ein Großteil der alpinistischen Aktivitäten statistisch noch immer sicherer ist, als autofahren.

Klettersteigset gerissen
Eine Schlagzeile tanzte im August 2012 aus der Reihe „tödlicher Klettersteigunfall – beide Schlauchbänder des Klettersteigsets gerissen“ Wenige Tage später folgte auch schon die Rückrufaktion von einigen renommierten Herstellern. Die knappe Erklärung: “Sets dieser Bauweise altern besonders rasch! Das bedeutet, dass die Reißkraft der Bänder bereits nach relativ kurzem Gebrauch (Anmerkung: 1 Jahr!) deutlich unter den geforderten Normwerten liegt.“

Wie jetzt, wer jetzt, was jetzt? Was soll das?
Ansonsten eher wohl überlegt in der Argumentation, ist jetzt der Punkt bei mir erreicht, an dem ich emotional werde und beginne die Welt überhaupt nicht mehr zu verstehen. Wofür bitte gibt es Normen, wofür Produkttests und Prüfungen und worauf kann ich mich überhaupt noch verlassen. Nachdem in den letzten Jahren fast alle namhaften Firmen von Fehlerteufeln und Rückrufaktionen betroffen waren, scheint es auch keine wirklich „guten“ oder „schlechten“ Anbieter zu geben.

Worin liegt aber die Ursache?
• Liegt es an der Masse der Bergsportler, wo einfach Fehler und Schäden mit der Quantität statistisch zunehmen? Wohl kaum, denn sonst hätte sich der Fehler beim Klettersteigset nicht bei mehreren gleichartigen Sets wiederholt gezeigt.
• Liegt es daran, dass einfach alle Firmen alles anbieten wollen (müssen) statt sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren und somit jeder halt weniger gute Produkte in seinem Sortiment hat? Wenn ja, wer sind dann aber die richtigen Firmen für welche Produkte? Und vor allem, wie erreicht man wieder ein Umdenken am Markt, bevor die Bereinigung desselben weitere (Todes)opfer fordert?
• Liegt es am Nachfragedruck des Konsumenten, der immer neuere/bessere/leichtere/billigere Produkte „verlangt“ und er sich schließlich wundert, wenn er mit einem 4mm Einfachseil bei einer nicht einmal Scharfkantenbelastung schon einen Abgang macht? Da wird seit Jahren über ein Klettersteigset für unter 50kg Personen philosophiert und dabei ist es nicht einmal möglich ein zuverlässiges Produkt für Normalgewichtige zu bauen?
• Produktinnovationsantithese: Sind ältere Produkte doch besser/sicherer? Ich kenne keinen Bericht, von einem Klettersteigabsturz mit einem alten Seilbremsen-System (kein Y) aufgrund eines Seilrisses nach einem Jahr. Wofür aber kontrollieren wir in der Sektion dann regelmäßig unser Leihmaterial und scheiden alte Produkte (speziell jene ohne entsprechende Prüfnummern) aus, wenn solche Fehler mit quasi nagelneuem Material passieren?
• Sind moderne Produkte einfach nicht mehr langlebig? Bei meinem Multifunktions-Kletter/Ski/Fahrradhelm wird empfohlen, ihn nach 3 Jahren auszutauschen! Na klar, wer trennt sich schon von liebgewonnen, passenden, gut funktionierenden Dingen? Ich – zwangsläufig! Nach 3 Jahren und 3 Monaten ist der Helm beim Zustieg zum Klettersteig ohne äußere Einwirkung beim Aufsetzen einfach auseinandergefallen! Die Erklärung? Der verwendete Kleber hält mitunter extremer Temperatur(schwankung) nicht stand.

Jetzt folgt die Ironie: Ok, vielleicht haben alle diese Dinger einfach eine kürzere Lebensdauer. Helme nach 3 Jahren tauschen, Klettersteigsets nach einem Jahr, Seile eventuelle nach erstmaliger Verwendung. Willkommen in unserer Wegwerfgesellschaft. Nachhaltigkeit? Brauchen wir nicht!

Jetzt wieder etwas ernster weiter
Was bleibt übrig? In meinen Augen leider sehr wenig. Für mich bleibt die Erkenntnis, dass ich offensichtlich wirklich Risikosportarten ausübe. Das Risiko liegt dabei aber nicht nur im Bereich meiner Eigenverantwortung (anseilen oder nicht) oder im Bereich von Naturgefahren (Felssturz, Steinschlag, Gewitter etc.) sondern leider auch zu einem nicht unbeträchtlichen Teil im Materialsektor. Wie wir aber mit dieser Erkenntnis umgehen, bleibt wohl jedem selbst überlassen: Verdrängung, Ignoranz, Optimismus bieten sich an, befriedigen mich aber nur bedingt.

Es geht um mein Leben!
Ich erwarte mir von den Herstellern, dass sie mir nur Produkte verkaufen, die auch wirklich zuverlässig sind, dass sie diese Produkte laufend testen und beim ersten Gefahrenhinweis warnen und nachbessern. Ich bin auch gerne bereit für entsprechende Qualität einen entsprechenden Preis zu zahlen, denn schließlich geht es um nichts Geringeres als um mein Leben und davon habe ich nur eines, dafür gibt es keine Versicherung (entgegen anderslautender Wortschöpfungen) und keine Garantie. Ein Anbieter, der es nicht schafft, diesen hoffentlich nicht zu hohen Ansprüchen gerecht zu werden, möge sich bitte eine andere Branche suchen oder sich auf einfachere Produkte beschränken (wenn meine Regenjacke kaputt wird, ist das zwar ärgerlich, aber zumeist nicht lebensbedrohend).

Energie sparen

Wie wir die Welt verbessern können

Die meisten Menschen reden bei verschiedenster Gelegenheit davon, was auf dieser Welt nicht alles schlecht ist oder schief läuft. Zumeist weiß auch jeder sofort was die anderen besser/anders machen sollten, doch wenn es darum geht, selbst Initiativen zu setzen, wird es meistens schnell still.

Ich möchte daher diese Seite für einen ganz persönlichen Gedankenanstoß nutzen:

1. Strom sparen:
Anlässlich von Fukushima und allen Statistiken, mit denen wir in diesem Zusammenhang konfrontiert wurden, möchte ich eine herausgreifen: Jeder Mensch kann 10% Energie sparen ohne Lebensqualität einzubüßen (zB: Gerät ausschalten statt Standby, Licht in unbenutzten Räumen abdrehen, Radio um 4 dB leiser stellen,…)

2. Sprit sparen:
Nicht nur steigende Spritpreise und explodierende Ölplattformen sollten uns ein bisschen bewusster im Umgang mit der Autoverwendung machen: Eine 30km Autofahrt nach Wien auf der Autobahn mit 100 statt mit 130 km/h kostet lächerliche 3 Minuten (mathematisch nicht exakt gerechnet), spart aber 0,5 l Sprit (die Anzahl der Fahrten möge jeder für sich persönlich ausmultiplizieren). Für die Testosteron-gesteuerten Raser unter der Leserschaft: dieser Vergleich gilt natürlich auch für die Geschwindigkeitsdifferenz von 130 zu 160 km/h.
Weitere Inputs: Öffis statt PKW, Fahrrad/zu Fuß statt mit dem PKW (innerstädtisch), Kleinwagen statt SUV,…

3. Ich kann mir das leisten
In unserer Wohlstandsgesellschaft definieren wir uns durch die Dinge die wir haben/verwenden und zeigen anderen und uns selbst, dass wir uns genau diesen Stil leisten können. Dagegen spricht nichts, doch haben wir mit unserem Wohlstand auch ein kleines Stück Verantwortung (gegenüber nachfolgenden Generationen) übertragen bekommen.

Natürlich ist ein Elektro-Ferrari nicht besonders sexy, aber vielleicht kann man in der persönlichen Energiebilanz das eine oder andere Statussymbol durch das andere oder eine Kompensationsprodukt auch moralisch besser rechtfertigen:
• Zusätzlich zur nächsten Hummer-Limousine um zig-tausend Euro ist vielleicht auch noch ein Elektro-Fahrrad um ein paar Hunderter drinnen.
• Wenn der neue Plasma-Fernseher samt Blue-Ray-Player und Dolby-Surround-Anlage zur Wiedergabe der aufgezeichneten ZIB im Haushaltsbudget Platz findet, dann vielleicht auch der Austausch der 15 Jahre alten Strom fressenden Waschmaschine oder Kühltruhe.
• Wenn die lange Ferienzeit schon zum nächtelangen Computerzocken verwendet wird, macht es vielleicht mehr Spaß wenn der Strom dazu aus der hauseigenen Solaranlage kommt.

Natürlich kennt ein jeder von uns viele gute Vorsätze, aber wer hat zB in der letzten Woche auch nur einen einzigen davon selbst ausprobiert?

Um jetzt doch noch mit einem humoristischen Gedanken zu schließen und die Betroffenheit ein wenig aufzulösen folgender Input:

Wenn wir alle regelmäßig in unser Stammlokal GEHEN um dort ein Afterwork-Bier zu genießen, werden viele der Punkte erfüllt:
Der GANG spart Sprit im Vergleich zur Fahrt ins Stadion, spart Heizkosten, weil die Heizung zuhause gedrosselt werden kann; spart Strom, weil daheim kein Licht brennt; spart Strom, weil statt vieler Kühlschränke beim Bier holen nur einer geöffnet wird; spart Heizkosten im Wirtshaus, weil jeder Körper ein bisschen Wärme abgibt; und wenn dann das Lokal noch rauchfrei ist, wird auch noch viel Strom gespart, weil viele Waschmaschinen sich im Anschluss Arbeit sparen…

What About?

What About Sherwood Forest?

Das Blog versteht sich als freie Plattform um querzudenken, freizudenken und mitzudenken. Es sind daher alle herzlich eingeladen in diesem Sinne einzusteigen, mitzutun und zu einem selbst gewählten Zeitpunkt sich inhaltlich distanzierend wieder auszusteigen oder gesellschaftlich metaphorisch gesprochen mit-auszusteigen.

Entsprechend dem historischen Gedanken des Sherwood Forest unter Robin Hood im Mittelalter ist alles erlaubt, was in den diesbezüglichen Rahmen passt. Sherwood versteht sich jedoch weder als rechtsfreier Raum noch als ein Aufruf zum Ungehorsam oder Dergleichen. Es soll vielmehr ein Platz sein, um festgefahrene Denkmuster kritisch zu hinterfragen oder aufzubrechen.

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Who Is?

Who is behind Sherwood Forest

Seit vielen Jahren treibe ich mich im Internet unter dem Pseudonym robehode (= althochenglisch für Robin Hood) herum. Dieses Alias hat zum einen mein Hobby des Bogensports als Hintergrund, vor allem aber gefällt mir der Gedanke einer Umverteilung von denen die ungerechterweise zuviel von etwas haben, hin zu denen die etwas davon brauchen und auch gewillt sind eine entsprechende Leistung dafür zu erbringen.

Als bekannter Querdenker war ich auf der Suche nach einer Plattform wo ich meine Gedanken mit der Welt teilen kann. Dabei wollte ich es allen freistellen, sich mit meinen Gedanken auseinanderzusetzen, diese ihrerseits zu verbreiten, zu kommentieren oder aber sich auch davon zu distanzieren. Diese Gedanken erscheinen mitunter etwas „unorthodox“, mitunter fern des gedanklichen Mainstreams und schrammen mitunter auch oft knapp an der Grenze des guten Geschmacks / moralisch noch vertretbaren. Ich werde mich jedoch bemühen, diese Grenze so selten wie möglich zu überschreiten.
Meine Gedanken sollen stets vom Gebot der Sachlichkeit auf einer wohl argumentierbaren Ebene geprägt sein. Ich möchte daher alle Leser bitten, etwaige Kommentare ebenfalls unter das Sachlichkeitsgebot zu stellen.

Persönlich bin ich in einer niederösterreichischen Kleinstadt beheimatet, in meiner Freizeit sportlich und gesellschaftlich aktiv und stets bestrebt nicht nur die Welt, sondern auch die Menschen in meinem Umfeld zu deren Leidwesen zu veränderbessern.

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